…die Sonne brannte so, als hätte sie’s gewusst. Die Luft war flirrend heiss, und um allein zu sein, sagten wir den andern „wir haben heut keine Zeit“.

So oder so ähnlich- jedenfalls sahen wir bereits vom Bahnhof Deidesheim aus die St. Michaelskapelle am Hang kleben und dachten uns: „Ujujujujuj… ganz schön weit oben.“ Der Weg war dann allerdings so angenehm und abwechslungsreich mit verschiedenen Reben und Beschreibungen gestaltet, dass die Zeit wie im Flug verging und hastdunichtgesehn waren wir auch schon oben. Es klingt wie eine Plattitüde sondergleichen, wenn man für solche Momente die Floskel bemüht, dass die Aussicht für die Strapazen des Aufstiegs belohnt, aber hier stimmt es wirklich einmal. Ich gehe sogar so weit zu sagen, dass der Erfinder dieses Satzes genau hier oben gestanden haben muss, als sich die einzelnen Wörter das erste Mal durch seine Gehirnwindungen geschlängelt haben.

Das schwierigste an der Location war sicherlich, einen geeigneten Platz für die erste Aufgabe zu finden. Aber gottseidank (und nirgends trifft diese Redewendung besser zu als in direkter Nachbarschaft dieser schönen Kapelle) gibt es auch hier hohle Baumstümpfe (siehe Foto).

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Nach der aufreibenden Suche ging es dann doch noch ein paar Meter weiter, an Demut vorbei zum Machu Picchu der Pfalz: Den Heidenlöchern. Wikibedia schreibt hierzu: Eine gut erhaltene Ruinenstadt in der Pfalz. Die Heiden erbauten die Stadt im 11. Jahrhundert in 236 Metern Höhe auf einem Bergrücken zwischen den Gipfeln des Weinbiets und des Berges gleichen Namens (Heidenloch) in der Haardt über dem Rheintal der Region Rheinland-Pfalz, 75 Kilometer nordwestlich der Stadt Mainz. Die terrassenförmige Stadt war und ist sowohl über einen schmalen Bergpfad mit einer kleinen Anlage im Gipfelbereich der St. Michaels Kapelle wie auch über vergleichsweise größere Pfälzer-Pfade mit der einstigen Hauptstadt der Weinregion Bad Dürkheim und den Ruinen der Wachtenburg verbunden.

Hier war es wesentlich leichter, die nächste Aufgabe zu vergraben. Entweder waren Wildschweine am Werk gewesen oder aber die bekannten Heidenzombies haben sich noch die Nacht zuvor zu zwanglosem Gruppensex in der Ruinenstadt getroffen: der Boden war jedenfalls noch aufgelockert und erlaubte es, die zweite Botschaft tief im Erdreich zu versenken. Siehe hierzu auch erste Aufgabe und Foto mit Schlüssel auf Stein.

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Der weitere Weg übertrifft das dagewesene noch um ein Vielfaches: weitestgehend auf einer Höhenlinie balancierend, schlängelt er sich durch verschiedene Mischwaldarten. Links und rechts hört man bereits den einen oder anderen Steinpilz unter der Erdkrume stöhnen im Versuch über die Oberfläche zu kommen, allein: zu früh und zu heiss an diesem Tag. Das wird am 10.09. aber ganz anders sein.

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Die Taschen voller virtueller Pilze und die Kehle voller Durst fieberten wir schließlich der Wartenburg entgegen, wo wir Rieslingschorle und Rollbraten allerfeinster Art zu uns nahmen- es war gerade Burgfest. Mehr soll aber an dieser Stelle nicht verraten werden. Ansonsten kann jeder so tun, als ob an diesem Tag, der in der Zukunft mit fetten Lettern in den Geschichtsbüchern des Skiclubs zu finden sein wird, auch dabei gewesen wäre. Apropos dabei sein: es gibt noch den einen oder anderen Platz. Natürlich keine Fensterplätze mehr und die Premium Economy Class ist auch schon ganz voll, aber ein paar tolle Gangplätze gibt es noch… Anmeldung: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und 0178.449.4367

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